Mittwoch, April 12, 2006

Hallo zusammen,
ich muss gestehen, dass ich bisher eine gewisse Ignoranz gegenüber Weblogs an den Tag gelegt habe.
In diesem Zusammenhang wollte ich einfach mal die Frage in den Raum stellen, was an Blogs eigentlich so das "Besondere" ausmacht?
Ich persönlich bin der Meinung, dass sowieso vielzuviel Konversation über das Web betrieben wird und dadurch das Zwischenmenschliche auf der Strecke bleibt. Man redet teilweise mit Personen und vertraut ihnen vielleicht sogar intime Details seines Lebens an, obwohl man diese noch nie in seinem Leben gesehen hat bzw. höchstwahrscheinlich niemals sehen wird.
Das macht mich skeptisch, weil ich ein Mensch bin, der sehr gerne unter Leuten und Freunden ist und auch mal mit ihnen ein Bier trinken geht, statt Abende lang vor dem Rechner zu sitzen.
Ich finde dieser sollte ein Hilfsmittel zur Arbeit und von mir aus auch zum Meinungsaustausch sein, aber nicht das Hauptkommunikationsmittel schlechthin.
Naja soviel zu meiner Meinung...Ich werde mich aber gerne an diesem Weblog beteiligen und möglichst objektiv an die Sache herangehen.
Bis dann
Gruß Martin

Comments:
Hallo werte Komilitonen,

leider ist es mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich dieses WP zu besuchen so find eich es um so schöner , dass ihr passend zum Thema ein Weblog eingerichtet habt.

Wo soll ich anfangen? Aktiv Blogger bin ich seit Mai 2005, zum einem auf meiner privaten Homepage und bei einen gemeinschaftlichen Weblog zum einem Videospiel.

Für mich sind Weblogs eine Möglichkeit aus der Anonymität des Internets auszubrechen und die Personen hinter den Nicknamen kennenzulernen und wenn du gerne mit Freunden zusammensitzt und ein Bier trinkst dann geh mal zum Webmontag und lerne de Leute kennen, oder ihr tauscht Skype Kontakte und los gehts.

Zum anderen kann man durch RSS die für sich sich persönlich interessantesten Themen abonnieren, lesen und dran teilnehmen.
 
du fragst nach dem Besonderen... für mich ist es ganz einfach das, was Du schon mit dem RL beschrieben hast. Wo man ein reales Bierchen gemeinsam trinken kann und Spaß hat, kann man das ebenso auch virtuell. Mit Leuten, die manchmal spannende Gedanken äussern, funny sind, was auch immer. Ohne sich verabreden zu müssen. Weil auf einem Blog die Person so sehr im Fokus steht (oder eine Gruppe von Personen, wenn es ein Gruppenblog ist), ist das Zueinander zum Miteinander so faszinierend. Blogs sind frisierte Dialoglösungen quasi.

Was man daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen. Obs zB zu einem Hauptkommunikationsmittel wird, muss auch nicht von vornherein etwas schlechtes sein. Kann ja sein, daß man es zur Arbeit benötigt? So wie Mailing heute, da klagt auch keiner.

Ich würde die Begeisterung oder Faszination der Blognutzer davon trennen, welche paushalen Rückschlüsse man auf das Sozialverhalten derselben zieht.

Rob
 
Hallo,

diese Frage stellen sich aktuell wohl viele Leute.
Blog-Liebhaber sehen in Weblogs Kommunikationsmittel, durch die sie mit Menschen aus der ganzen Welt (hängt natürlich von der Sprache des Blogs ab) über gleiche Interessen diskutieren können - ergo nutzen sie Blogs zumeist vorrangig als Kommunikationsmittel. Dies bestätigt auch die Umfrage "Wie ich Blogge?!" von Jan Schmidt (Vgl. www.bamberg-gewinnt.de).
Abgesehen von dieser Komponente geben Weblogs durch ihre einfache Implementierung (fast) jedem Erdenbürger die Möglichkeit, sein Wissen mit anderen zu teilen - und das ohne Programmierkenntnisse, die meist Hemmschwelle für die Erstellung einer Homepage ist.
Auch muss man kein Schreibprofi sein - was wiederum Voraussetzung ist, wenn man für Medien schreiben möchte. Bislang hatten nämlich gerade Medien die Position als "Gatekeeper", d.h. nicht der Experte ist selbst direkt mit Interessenten in Kontakt getreten, sondern wurde interviewt. In diesem Sinne von Weblogs als "direkter Draht" ohne Vermittler (Medien), gepaart mit ihrer Einfachheit gelten Weblogs als neue Form der Wissensverbreitung und -bereitstellung.
Zusammengefasst kann man also sagen, dass Weblogs einfach ein neues Format ist, mithilfe dessen jemand ohne großartige Kenntnisse Informationen preisgeben kann und das den Autor und die Leser direkt kommunizieren lässt.
Weitere Vor- und Nachteile lasse ich jetzt mal außen vor, da das wohl den Rahmen des Kommentars sprengen würde.
Weblogs haben meiner Meinung nach schon die Chance, zur Informationsvielfalt beizutragen. Allerdings sind sie bisher noch nicht bekannt genug, als dass man jetzt eine aussagekräftige Entwicklung feststellen könnte. Auch werden sie bisher tatsächlich eher zu "Community-Zwecken" genutzt, die dem hier aufgeführten Nutzen nicht so wirklich entsprechen.

Hat dir diese Ausführung bei der Feststellung des Neuartigen und Besonderen von Weblogs geholfen?
 
Hallo Martin,

Deinem Artikel entnehme ich, daß Du vermutlich in einer Stadt wohnst, und es einfach ist, mal schnell um die Ecke ein Bierchen zu trinken. Du hast ganz verdrängt, daß es auch anders sein kann. Vielleicht weil jemand weitab in der Provinz auf dem platten Lande lebt oder schwer erkrankt ist so wie ich. Seit dem Sommer letztes Jahr pendle ich zwischen meiner Wohnung und dem Krankenhaus hin und her. Kontakt zu halten mit Familie, die weit weg wohnt, Freunden und Arbeitskollegen fällt da schwer. Ich mag auch nicht hundertmal erzählen, wie es mir geht, und wie die Therapie wirkt. Also habe ich mein Blog dazu benutzt, einmal um selber mit der Krankheit fertig zu werden, zum nächsten um die anderen auf dem Laufenden zu halten. Mein Blog und das Internet überhaupt gibt mir die Möglichkeit Kontakt zu halten, ohne Web wäre ich mit meiner Krankheit doch recht allein.

Was ich da an Details über mich in meinem Weblog preisgebe, entscheide ich natürlich selber. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt nicht alles. Im realen Leben ist es doch nicht anders, wenn ich mit Leuten in Kontakt treten will, muß ich ein Stückchen von mir preisgeben. Im Web habe ich den Kontakt nur nicht von Angesicht sondern über Kommentare oder Mail. Ich begreife nicht, warum Du damit ein Problem hast.

Für mich ist mein Blog mein "Hauptkommunikationsmittel", und ich sehe daran nichts schlechtes. Es ist nur eine Frage der Perspektive. Kannst Du mich verstehen?
 
Hi Ti,
es tut mir wirklich wahnsinnig leid um dein Schicksal. Ich muss zugeben, von dieser Seite aus habe ich mir diesen Kontext noch nicht überlegt. Und ja ich verstehe dich.
Dein Schicksal macht mich traurig und ich komme mir jetzt ein bisschen schuldig vor, dass ich nicht an Menschen mit solchen Schicksalsschlägen wie deinem gedacht habe. Ich verspreche dir meine Einstellung nochmal zu überdenken.
Außerdem wünsche ich dir von ganzem Herzen gute Besserung.
Grüße Martin
 
Ich denke man sollte soch einfach auch im klaren dadrüber sein das es viele verschiedene Arten von Blogs gibt.

Die einen nutzen ihr Blog wirklich noch als persöhnliches Tagebuch, bzw. Schreiben Dinge und posten Bilder über ihr heranwachsendes Kind. Ab einem gewissen alter wird der Blog dem Kind dann als dauerhafte Erinnerung "geschenkt".

Andere Posten einfach nur zu einem Hobby weils ihnen Spaß macht.

Wieder andere verfolgen bestimmte Ziele, sie wollen Geld verdienen, Aufmerksamkeit erregen, oder wie ich einfach ein wenig HTML/CSS/... lernen und das mit Ihrem Hobby verbinden.

Deshalb habe ich z.B. einen wow blog erstellt.
 
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