Montag, Mai 15, 2006

"Im Internet weiß niemand, dass Du ein Hund bist."

So ich bins mal wieder,der Martin...ne.
Nein jetzt mal Spaß beisseite. Ich wollte ich nur mal informieren, dass ich neulich auf das obige Zitat gestoßen bin ("Im Internet weiß niemand, dass Du ein Hund bist."). Dabei musste ich doch sofort wieder an unsere Thematik denken und die Diskussionsrunde. Ich denke, dass es dieser schlaue Mann, Nicolas Negroponte (Griechisch-Amerikanischer Computerforscher), genau auf den Punkt bringt.
Meine These ist nach wie vor. dass das Internet ist nun mal ein Tummelort für Individualisten und Leute, die gern alles allein machen wollen und auch deshalb den persönlichen Kontakt, naja - nicht so sehr pflegen wie andere Menschen. (Wohl gemerkt, es geht immer noch um das Thema WEBLOG)
Ich habe ja auch schon selbst die Erfahrung gemacht, dass das Internet so herlich anonym sein kann. Man spricht mit Leuten sehr viel offener als von angesicht zu angesicht.
ABER genau dort liegt meiner Meinung nach die Gefahr. Es werden einfach viel zu viele persönliche Details im Netz veröffentlicht...Momentan sehe ich darin noch keine konkrete Gefahr aber wenn jemand etwas über einen herausfinden will, braucht er/sie eigentlich nur im Netz nachschauen.

Ist es wirklich das was wir wollen?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich tendiere zu nein.

Grüße von Martin

Comments:
Ein wenig widersprichst du dir da selber. Erst anonym und abgrenzen - dann persönliche Daten.

Die Meinung mit der Abgrenzung teile ich nicht wirklich - Leute die die Anonymität im Internet suchen/ nutzen, tendieren meist auch im realen Leben dazu.

Im Gegenteil - der weitaus größere Teil der von mir gelesenen Blogs sind nicht anonym und werden unter realen Namen geschrieben.

Und ich denke wenn man nicht will, dass persönliche Daten von einem im Internet landen- dann kommen diese auch nicht dahin. (Es sei denn durch Dritte)
Man kann sich einer Gefahr, wenn man sie denn als solche sieht, entziehen.

Wenn man überhaupt von Gefahr sprechen kann, dann sehe ich diese eher in einer tendenziellen Abhängigkeit von Drittanbietern. (webmailing, file und webhosting, sumas, newsreader, deine favs bei del.icio.us, etc.)

Gruß, Dirk
 
Dazu fällt mir in allererster Linie das GoogleEpicVideo
ein. Das zeigt uns eine vielleicht gar nicht so abwegige Version der nahen Zukunft des Internets und seiner Anwendungen.

Im Endeffekt tragen wir ja auch dazu bei, wir schreiben Blogs, haben unsere eigenen Homepages. Wir lassen also andere Menschen an unserem Leben teilhaben. Und tragen dazu bei, dass vielzu viele persönliche Details im Netz veröffentlicht werden. Dies wird man nicht verhindern können.

Natürlich fällt es leichter sich in der Anonymität des Netzes zu bewegen und andere Menschen schneller kennen zu lernen, aber dennoch liegt es immerhin noch in unserem eigenen Ermessen was wir ihnen bzw. dem Netz von uns preisgeben.
 
Andersrum gibt es Menschen, die bewußt gern in die Top10 Suchergebnisse kommen würden. Einige Blogger haben das Bedürfnis ihr eigenes Leben bzw. auch ihre Dienstleistungen als Freiberufler/Consultant möglichst vielen Menschen offenbaren.

Menschen mit häufigen Namenskombinationen haben es da wohl etwas schwerer. Michael Maier wird es sicherlich schwerer haben sein Blog/Homepage gut zu positionieren als Ulfus Unikatus oder M. Röll.
 
Interessanter als die Suche nach dem Namen sollten inhaltliche Aspekte sein...
 
Und ein weiterer Aspekt: http://www.roell.net/weblog/archiv/2006/06/02/praesenz_collaboration_kollektive_intelligenz.shtml
 
Kommentar veröffentlichen



<< Home

This page is powered by Blogger. Isn't yours?